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Woche 1

Ich wachte auf, weil es an der Tür klingelte.Man, welcher Idiot muss mich jetzt schon wieder wecken? Ich stand auf und ging zur Tür. Vor der Tür standen die Bullen. Fuck! Was wollen die denn jetzt?


Polizistin: Guten morgen, du bist der Marlon, oder?


Marlon: Was wollt ihr denn?


Polizistin: Du hat jetzt Schule.


Marlon: Es sind Ferien.


Polizistin: Heute ist der erste Schultag. Ferien sind leider vorbei.


Marlon: Na toll. Ich hab aber keinen Bock, ihr könnt also gerne wieder gehen.


Polizistin: Uns ist es egal ob du Lust hast, wir gehen, wenn du in der Schule bist.


Marlon: Toll. Ich mach mich schnell fertig. Wollt ihr kurz reinkommen?


Polizistin: Gerne.


Die Polizei wartete im Flur, während ich mich schnell fertig machte. 5 Minuten später verließen wir dann das Haus. Vor der Tür rannte ich los in der Hoffnung schneller zu sein als die Polizei. Der Plan ging allerdings nicht so ganz aus, denn 5 Blocks weiter landete ich auf dem Boden und hatte Handschellen dran. Die Polizistin zog mich hoch und ging mit mir zum Streifenwagen. An der Schule angekommen ging sie mit mir rein und klopfte an irgendeiner Tür. Auf dem Schild stand Lehrerzimmer.


Frau Mayer: Guten morgen, du bist bestimmt der Marlon.


Marlon: Jap, und sie sind?


Frau Mayer: Die Stellvertretende Direktorin, Frau Mayer.


Marlon: Schön sie kennenzulernen.


Frau Mayer: Ebenso.


Die Polizistin nahm mir die Handschellen ab, verabschiedete sich und ging dann wieder.


Frau Mayer: Ich bring dich mal in deine Klasse.


Sie ging mit mir an ein anderes Zimmer, klopfte und ging dann rein. vorne stand ein Elativ junger Typ. Alle schauten mich an und ich winkte einfach mal zur Menge. Plötzlich fingen alle an zu lachen. Frau Mayer ging wieder.


Herr Sander: Marlon, kannst du dich mal bitte kurz auf mich konzentrieren.


Marlon: Ja, ich bin der Marlon.


Herr Sander: Das weiß ich schon. ich bin der Herr Sander, dein Klassenlehrer.


Marlon: Alles klar, hab ich zur Kenntnis genommen.


Herr Sander: Würdest du dich noch kurz der Klasse vorstellen?


Marlon: Ich weiß nicht ob sich das überhaupt lohnt. In spätestens 3 Tagen bin ich eh wieder von der Schule geflogen.


Herr Sander: Trotzdem solltest du dich vielleicht mal vorstellen.


Marlon: Ok. Ich bin der Marlon und ich hätte jetzt lieber noch Ferien.


Herr Sander: Das hätten wir wahrscheinlich alle gerne. Willst du dich mal hinsetzten?


Marlon: Eigentlich würde ich lieber wieder gehen, aber das geht glaube ich nicht.


Herr Sander: Ganz richtig. Also ich hab dir extra einen Platz freigehalten, hier vorne direkt neben der Tür.


Marlon: Ne, kann ich nicht wenigstens weiter hinten sitzen?


Herr Sander: Hier vorne hab ich dich besser im Blick.


Marlon: Toll, das geht ja gut los.


Ich setzte mich also hin und stellte meinen Rucksack auf den Stuhl daneben.


Marlon: Was sind das für Bücher auf meiner Bank?


Herr Sander: Das sind deine ganzen Bücher.


Marlon: Ja, ich brauch die nicht, die kannst du wieder haben.


Herr Sander: Was hast n du für n Schaden?


Marlon: Jetzt mach mal halblang, du musst mich ja nicht gleich beleidigen!


Herr Sander: Ja, sry war nicht so gemeint.


Marlon: Is ja ok.


Herr Sander: Wir reden nach der Stunde nochmal.


Marlon: Ja, da kann ich drauf verzichten.


Herr Sander machte seinen Unterricht weiter und ich wollte ne Runde penn, also legte ich mich hin und schloss meine Augen. 2 Minuten später schlief ich dann auch schon.


Herr Sander: So jetzt am Ende können wir uns ja gegenseitig mal vorstellen, das auch die neuen sich hier einfinden. Ich fang mal an, ich bin der Herr Sander 25 Jahre alt und ich hoffe das wir ne coole Klasse werden die zusammenhält. Allerdings werde ich jetzt schon wieder vor ein Problem gestellt, weil ich eigentlich wollte das der Marlon weiter macht.


Lara: Er ist gerade nicht ganz anwesend. Aber er war vorhin schon lustig. Kommt er so ins Zimmer, wir starren ihn alle an und er winkt einfach.


Malina: Ja und er dachte es sind noch Ferien und kommt deswegen zu Spät.


Herr Sander: Habt ihr auch gesehen wie er gekommen ist?


Malina: Ne, wie denn?


Herr Sander: Er wurde in Handschellen von der Polizei gebracht.


Malina: Scheiße was?


Herr Sander: Ja und jetzt pennt er direkt schon wieder.


Lara: Vielleicht war das ja auch nur ein Ausrutscher.


Herr Sander: Denk ich nicht, ich kenn seine Akte. Er schwänzt gerne mal Schule und prügelt sich auch gerne mal.


Lara: Warum ist er jetzt überhaupt an unserer Schule?


Herr Sander: Er ist von der Schule geflogen, weil er zu viel scheiße gebaut hat.


Malina: Mal sehen wie lange es Frau Wilske mit ihm aushält.


Herr Sander: Die hält viel von ihm und denkt wir kriegen den wieder auf die rechte Bahn.


Lara: Sehen wir es mal positiv, wenn er schläft ist er ruhig.


Herr Sander schmunzelte. Es klingelte zur Pause und aller verließen das Zimmer.


Herr Sander: Hey Marlon aufstehen.


Marlon: Ich bin schon wach, was gibt es?


Herr Sander: Ist alles okay bei dir?


Marlon: Jap.


Herr Sander: Ich wollte dir noch deinen Spind zeigen.


Marlon: Ja, tut mir leid wegen vorhin, ich war blöd zu dir, aber manchmal hab ich so ne Momente wo ich einfach nur scheiße laber. War nicht so gewollt.


Herr Sander: Schon okay. Ich weiß das du es nicht leicht hast.


Marlon: Was weißt du denn alles? Das mit meinen Eltern?


Herr Sander: Nein, über deine Eltern weiß ich nichts. Aber ich weiß alles was in deiner Akte steht.


Marlon: Was steht denn da alles so drin?


Herr Sander: Was du bis jetzt alles so in den ganzen anderen Schulen angestellt hast.


Marlon: Okay.


Herr Sander: Willst du deine Bücher in den Spind legen oder mit nach Hause nehmen?


Marlon: Ich glaub ich nehm die mit nach hause.


Herr Sander: Ok, kannst du machen.


Ich nahm meinen Rucksack und er zeigte mir im Keller, welcher Spind mir gehört. Er sagte noch irgendwas von schloss, aber da hab ich nicht richtig zugehört. Auch egal.


Marlon: Gibts hier ne Raucherecke?


Herr Sander: Du darfst doch noch gar nicht rauchen. Und sowas haben wir hier nicht.


Marlon: Ist doch egal. Dann warte ich halt bis nach der Schule.


Herr Sander: Rauchen ist nicht gut, tu deinem Körper doch sowas nicht an.


Marlon: Mein Körper ist eh schon komplett kaputt da is es auch egal ob ich rauch.


Herr Sander: Komm wir gehen nochmal kurz mit raus auf den Hof an die frische Luft.


Marlon: Können wir machen.


Wir gingen raus auf den Hof und ich setzte mich auf ein Fensterbrett. Herr Sander stand neben mir und fragte mich weiter aus.


Herr Sander: Was ist denn mit deinen Eltern?


Marlon: Is nicht so wichtig. Darüber rede ich nicht so gerne.


Herr Sander: Okay, kein Problem. Und was machst du so in deiner Freizeit?


Marlon: Ich weiß nicht ob du das wirklich wissen willst.


Herr Sander: Is das so schlimm, was du machst?


Marlon: Keine Ahnung. Meistens trink ich und penn dann irgendwo meinen Rausch aus. Gibt aber auch noch paar andere Sachen die ich mache. Is ja auch nicht so wichtig.


Herr Sander: Tu mir den gefallen und schade deinem Körper nicht noch mehr. Das kannst du doch mit 16 Jahren noch nicht machen.


Marlon: Ja, mir egal. Weißt du zufällig was ich jetzt habe.


Herr Sander: Deutsch bei mir.


Marlon: Okay.


Wir gingen wieder hoch ins Zimmer und es klingelte. Ich hatte eigentlich jetzt schon gar keinen Bock mehr, aber ich schaff das schon irgendwie. Ich legte nach 5 Minuten meinen Kopf wieder auf den Tisch und schloss meine Augen. Ich schlief auch relativ schnell ein, allerdings hatte Herr Sander diesmal was dagegen.


Herr Sander: Hey Marlon, Augen auf.


Marlon: Kannst du mich nicht einfach schlafen lassen?


Herr Sander: Ne, jetzt ist Unterricht.


Marlon: Ich kann auch schlafen wenn du redest, keine Sorge.


Herr Sander: Das hab ich schon gemerkt. Komm lass mal die Augen offen und schreib das von der Tafel ab.


Marlon: Okay.


Ich holte einen Zettel und Stift raus und fing an den Stoff von der Tafel abzuschreiben. Nach 5 Minuten gab ich es dann aber wieder auf, weil ich mich nicht konzentrieren konnte. Ich kriselte einfach auf meinem Blatt rum.


Herr Sander: Hast du das ganze Zeug von der Tafel?


Marlon: Ja, einen Teil.


Herr Sander: Zwei Sätze und was ist mit dem Rest?


Marlon: Mir reichen die 2 Sätze.


Herr Sander: Marlon, was ist denn los?


Marlon: Ich kann mich halt einfach nicht lange genug konzentrieren.


Herr Sander: Das klingt nicht so gut.


Aaron: Jetzt tu doch nicht so. Schreib doch einfach den scheiß ab, dass wir weiter machen können. Du behinderst uns nämlich.


Marlon: Was ist dein Problem?


Aaron: Du bist eine Behinderung, hab ich doch gerade schon gesagt.


Marlon: Und du siehst aus als hättest du eine Behinderung.


Aaron: Du siehst aus wie ein dummer Nichtsnutz, der auf der Straße lebt, weil deine Eltern keinen Bock mehr auf dich hatten.


Marlon: Wenigstens bin ich kein verwöhntes Arschloch wie du.


Er kam auf mich zu, ich stand auf und wisch seinem Schlag gekonnt aus. Danach Schlug ich selbst zu. Es artete alles etwas schnell aus. ich bekam einmal nen Stuhl gegen meinen Kopf und gegen meine linke Seite. Am ende wollte ich über den Tisch klettern und abhauen, als ich aber auf dem Tisch stand zog Aaron mir die Beine weg und ich fiel vorne runter. Anstatt mich mit den Händen abzufangen, kam ich zuerst mit dem Kopf auf und musste erstmal kurz klarkommen. Als ich mich dann wieder gefangen hatte stand ich auf ging auf Aaron los. Ich hatte keine Kontrolle mehr und prügelte so lange auf ihn ein bis Herr Sander es dann doch schaffte mich mit viel Mühe von Aaron zu trennen.


Herr Sander sagte irgendwas zu mir aber ich hörte nicht zu. Stattdessen nahm ich meinen ganzen kram und ging einfach. Draußen vor der Schule setzte ich mich an die Bushalte und packte erstmal alles in den Rucksack, bevor ich dann zu Rewe ging um mir bisschen Alk zu holen. Ich hatte in meiner Hosentasche 2€, davon konnte ich mir wenigstens ein Bier holen. Ich holte mir also ne Dose Mixery, dann setzte ich mich wieder an die Bushalte und drehte mir ne Kippe. Als ich aufgeraucht hatte legte ich mich hin, mit dem kopf auf meinen Rucksack.


Der erste Tag lief ja mal wieder überragend. Ich schaff es wahrscheinlich nichtmal ne Woche auf der Schule zu bleiben. Egal. Ich hab eh kein Bock auf Schule. Ich hab immer nur alles für meine Eltern gemacht und die sind tot. Schaffen werd ich wahrscheinlich nicht mal Hauptschulabschluss. Ganz ehrlich, wenn ich jetzt von der Schule fliege, schmeiss ich einfach hin und schau was kommt.


Ich lag dann noch ne ganze weile einfach so an der Bushalte und dachte über alles mögliche nach. Ich rauchte immer mal eine und als ich auf mein handy sah, stellte ich fest dass es schon 15:00 Uhr war. Ich setzte mich wieder ordentlich hin, trank meine Dose und rauchte noch eine.


Irgendwo muss ich doch noch bisschen Geld haben.


Ich suchte nochmal alle Taschen ab und fand insgesamt 1,20€. Ein Bier kriegt ich davon gerade noch so und dann muss ich mir halt was anderes einfallen lassen. Vielleicht vertick ich die letzten Tütchen Gras.


Ich holte mir bei Rewe noch ne Dose Bier und danach ging ich nach Hause. Dort schaute ich wie viel ich noch hatte. Insgesamt 60g, davon behalte ich 10 und die restlichen 50 bring ich unter die Leute. Ich suchte in meiner Schublade nach Longpapes und Tips, zum Glück hatte ich noch welche.


Ich drehte mir nen Joint mit meinem kleinen Rest Tabak und ging dann wieder raus. Meine Dose war schon wieder leer, deswegen lies ich sie einfach gleich zu Hause. Ich ging wieder den Berg runter und eigentlich wollte ich hinter der Schule vorbei und hintern Rewe, allerdings lief ich Frau Mayer und Herr Sander in die Arme.


Frau Mayer: Wen haben wir denn da. Marlon, wie war dein Tag?


Ich überlegte erst kurz einfach wieder umzudrehen und zu gehen.


Herr Sander: Bleib ruhig mal hier, wir wollen nur mal kurz mit dir reden.


Marlon: Ich weiß nicht ob ich das auch will.


Frau Mayer: Warum nicht?


Marlon: Ich hab bisschen Blödsinn gemacht in der Schule.


Herr Sander: Und du bist gerade dabei noch mehr Blödsinn zu machen. Gib mir das lieber mal.


Marlon: Was?


Herr Sander: Ach komm, ich weiß was du in der Hand hast.


Marlon: Na und, den kriegst du ne.


Herr Sander: Mach es doch nicht noch schwerer.


Marlon: Wenn d willst kannst du auch nen zur haben, aber das ist mein letztes Angebot.


Herr Sander: Alter ich will den doch nicht rauchen. ich will den dass du keinen scheiß machst.


Er nahm mir meinen Dübel einfach aus der Hand.


Marlon: Was soll das?


Herr Sander: Ich bewahre dich nur davor Dummheiten zu machen.


Marlon: Na toll.


Frau Mayer: Was machst du denn sonst so nach der Schule?


Marlon: Saufen. Kann ich aber nicht, weil ich kein Geld mehr hab.


Herr Sander: Und deshalb willst du jetzt einen rauchen?


Marlon: Ja, verboten?



Herr Sander: Verboten aufjedenfall. Hast du noch mehr von dem Zeug einstecken?


Marlon: Nein.


Herr Sander: Ganz sicher?


Marlon: Ja man! Krieg ich jetzt meinen Dübel wieder?

Herr Sander: Nein, mach was ordentliches und nicht so nen Mist.


Marlon: Alter!


Frau Mayer: So alt ist er eigentlich noch gar nicht.


Marlon: Mir auch egal. Also ihr wolltet mit mir eigentlich über was anderes reden, oder?


Frau Mayer: Richtig. Über den Vorfall in seinem Unterricht.


Marlon: Also wir hatten ne kleine Meinungsverschiedenheit und prügeln uns, ich will abhauen und steh auf dem Tisch und er zieht mir einfach die Beine weg. Ich flieg halt vorne runter und raste dann komplett aus.


Frau Mayer: So geht das leider nicht.


Marlon: Ich weiß, aber wenn ich ausraste ist einfach einSchalter in meinem Kopf umgelegt und ich hab mich nicht mehr unter Kontrolle. Und egal ob ich probier mich zu kontrollieren, es geht einfach nicht und dafür hasse ich mich selbst, das könnt ihr mir glauben. Aber so bin ich halt, einfach zu nichts zu gebrauchen.


Mir lief eine Träne die Wange runter und Herr Sander nahm mich einfach wortlos in den Arm. Für einen Moment war einfach alles friedlich in meinem Körper. Nach 2 min hatte ich mich wieder gefangen und setzte mich hin.


Herr Sander: Das kriegen wir hin, du musst dir nur helfen lassen.


Marlon: Ich glaub ich geh jetzt lieber, wir haben doch jetzt alles besprochen. Ach so, krieg ich meinen Dübel vielleicht doch wieder?


Herr Sander: Nein. Wir sehen uns morgen, 7:30 Uhr geht die Schule los.


Marlon: Ach Fick dich!


Ich stand auf, drehte den beiden den Rücken zu und ging. Toll saufen kann ich nicht und jetzt hat der Typ mir auch noch meinen Joint abgenommen. Ich ging einfach in den Park, machte Kopfhörer rein und Musik an. Ich lief dann einfach ne weile rum und irgendwann entschied ich mich doch ml nach hause zu gehen. Ich bleib allerdings dann an der Bushalte vor der schule hängen und pennte dort dann auch ein.


Ich wachte auf und schaute auf mein Handy. Es war schon 7:29 Uhr, aber bevor ich reingehe, rauch ich erstmal noch eine. Nach 2 Kippen entscheid ich mich 20 Minuten später dann doch mal reinzugehen. Ich ging hoch zum Zimmer und klopfte bevor ich das Zimmer betrat.


Frau Mayer: Marlon, schön dich wiederzusehen. Du bist ganze 22 Minuten zu spät.


Marlon: Ja kann ich jetzt auch nicht ändern, mein Wecker hat nicht geklingelt.


Frau Mayer: Na dann setz dich mal hin.


Sie kam zu mir und erklärte mir dass ich erst das Tafelbild übernehmen sollte und dann dazu noch Übungen im buch machen sollte. Ich holte nen Stift raus und nahm den Zettel von Deutsch gestern. 15 Minuten später hatte ich dann tatsächlich alles übernommen und malte auf meinem Blatt rum. Frau Mayer wollte allerdings dass ich die Aufgaben auch noch mache.


Frau Mayer: Marlon, es freut mich ja das du noch wach bist. Hast du das alles von der tafel übernommen?


Ich nickte und hielt ihr den Zettel hin.


Frau Mayer: Hast du das soweit auch erstmal verstanden?


Marlon: Ja, so schwer ist das gar nicht.


Frau Mayer: Würdest du uns dann mal die Aufgabe an der Tafel vorrechnen?


Marlon: Kann ich machen.


Frau Mayer gab mir ein Stück Kreide, ich schrieb die Lösung an die Tafel und Frau Mayer schaute mich komisch an.


Marlon: Ist das nicht richtig?


Frau Mayer: Doch, aber hast du das gerade im Kopf gerechnet?


Marlon: Ja, ich hab keinen Taschenrechner, den hab ich mal verloren.


Frau Mayer: Du solltest dir vielleicht mal nen neuen besorgen.


Marlon: Warum denn, ich kann das doch auch so.


Frau Mayer: Ist jetzt ja erstmal egal. Kannst du die Aufgabe auch nochmal mit Rechenweg erklären?


Marlon: Meinetwegen.


Ich schrieb den kompletten Rechenweg an die tafel und erklärte alles nochmal ausführlich. Frau Mayer kam aus dem staunen nicht mehr raus.


Marlon: So das wars.


Frau Mayer: Danke, du kannst dich erstmal wieder hinsetzten.


Ich sah auf die Uhr und stellte fest das die Stunde nur noch 20 Minuten ging. Die vergingen dann auch wie im Flug und als es zur Pause klingelte, nahm ich mein Zeug und ging runter zum Spind. Ich hatte in meinem Rucksack immer noch den ganzen Krempel aus den Ferien, den wollte ich nicht die ganze Zeit mit mir rumtragen. Ich stellte also die leeren Bierflaschen in den Spind und dann hatte ich auch noch frische Klamotten mit, die ich auch einfach in den Spind legte. Man weiß ja nie, wofür man die mal noch gebrauchen kann.


Ich schaute auf meinen Stundenplan, was ich jetzt hatte und stellte fest das wir als nächstes Chemie hatten. Das ist eh nicht so wichtig und Ethik und Geschichte auch nicht. Ich komm also einfach zu Deutsch wieder. Ich ging hinten aus der schule raus und ging erstmal nach Hause. Es war jetzt kurz nach 9. Ich steckte mein Handy an und schaute eine Folge von meiner Serie. Ne stunde später zog ich mir dann nen schwarzen Hoodie drüber und nahm mir ein Tütchen. Ich packte de 10g einzeln in 10 kleinere Tütchen und steckte sie dann ein. Dann verlies ich das Haus. Ich nahm nur meinenSchlüssel mit. Dann setzte ich mich 3 Straßen weiter auf ne Mauer. Um die Uhrzeit sind hier meistens paar Stammkunden. Nach 2 Stunden war ich dann alles los und holte mir auf dem weg nach Hause gleich noch n 6 pack Bier. Das Restgeld steckte ich ein und die restlichen 90€ tat ich in eineSchublade zu Hause. Ich setzte mich vor den Fernseher und schaute irgendwas an und um kurz vor 12 ging ich dann mit dem 2. Bier auf dieTerrasse eine rauchen.


Ich hatte noch 3 Stunden, trink ich noch ein drittes oder wird das schwierig? Egal eins geht schon noch. Ich lies die leere Flasche einfach draussen stehen und packte die restlichen 3 in den Rucksack. Die 4. lies ich draussen. Ich machte Kopfhörer rein und Musik an und ging dann ging ich nochmal in den Park. Dort trank ich dann auch noch n 4. Bier und um 14:58 Uhr machte ich mich auf den Weg zur Schule. 7 nach 3 war ich an der Schule und rauchte an der Bushalte noch eine bevor ich reinging. Ich klopfte natürlich wieder vorbildlichAaron die Tür bevor ich ins Zimmer ging.


Ich muss jetzt irgendwie nüchtern wirken, also bloß zusammenreißen.


Herr Sander: Marlon, nach dem Unterricht bleibst du mal bitte noch da.



Marlon:Warum?


Herr Sander: Das erzähl ich dir nachher.


Ich setzte mich hin undschrieb das Zeug von der Tafel ab. Ich habschon neKatastrophale Handschrift aber mit Alkohol kombiniert kann selbst ich nichts mehr lesen. Zwischendurch vergaß ich dann immer mal wo ich war, deswegen gab es dann manches doppelt und 3-fach. Nach ner halben Stunde hatte ich dann endlich alles und der Zettel war komplett voll. Ich legte ihn einfach mit unter dieBank.


Herr Sander: Marlon, willst du vielleicht mal die Blätter verteilen?



Marlon: Ja, kann ich machen.


Ich gab jeden einen Zettel außer mir uns setzte mich dann wieder hin.


Herr Sander: Brauchst du keinen Zettel?



Marlon:Ne, ich mach das eh nicht mit.


Herr Sander: Solltest du aber, das ist wichtig.


Marlon: Na und, mir egal.


Herr Sander: Mir aber nicht.


Er gab mir auch noch einen Zettel und flüsterte mir zu, dass ich mich zusammenreißen soll. Keine Ahnung was das jetzt heißen sollte, aber is mir auch egal. Wir füllten den Zettel dann aus und meiner sah am ende sehr interessant aus. Überall am Rand irgendwelcheSchmierereien. Das einizgst gute ist, dass die Rückseite leer ist, also kann ich die noch beschreiben. Nach dem Unterricht wollte ich eigentlich schnell raus, allerdings hielt michHerr Sander auf.


Herr Sander: Marlon, du bleibst schön hier. Wir haben noch was zu besprechen.



Marlon: Können wir das nicht morgen machen?


Herr Sander: Nein,also setz dich bitte nochmal hin.



Ich setzte mich auf meine Bank und lehnte mich gegen die Wand.Herr Sander setzte sich neben mich und sah mich besorgt an.


Herr Sander: Man, was ist denn los mit dir?


Marlon: Was soll schon sein?


Herr Sander: Du bist in Mathe da, dann fehlst du 6 Stunden und kommst angetrunken zu Deutsch wieder.



Marlon: Is halt so.


Herr Sander: Warum bist du denn gegangen?



Marlon: Weil ich kein Bock hatte.


Herr Sander: Und warum bist du dann zu Deutsch wiedergekommen?



Marlon: Keine Ahnung.


Herr Sander: Nicht so von Vorteil dann auch noch getrunken zu haben.



Marlon: Denkst du mich interessiert das? Ich mach eh was ich will.


Herr Sander: So sollte es aber nicht sein. Wenn du so weitermachst fliegst du beizeiten.



Marlon: Mir doch egal, dann brech ich Schule einfach ab.


Herr Sander: Und was willst du dann machen?



Marlon: Keine Ahnung, ich sauf und rauch mich tot.


Herr Sander: Wie wäre es mit Arbeiten gehen?



Marlon: Ne, da genieß ich mein Leben lieber nochmal auf derÜberholspur. Ich krieg docke nix auf die Reihe.


Herr Sander: Scheiße, ich muss aufjedenfall aufpassen dass du keinen Blödsinn mehr machst.



Marlon: Na viel Spaß. Wie sieht das eigentlich aus, bekomm ich meinen Dübel von gestern wieder?


Herr Sander: Nein und jetzt raus mit dir, bevorFrau Mayer noch kommt.



Marlon: Dann trink ich halt was.


Herr Sander: Aber bitte in maßen.



Marlon: Fick dich! Ich lass mir von dir bestimmt nicht sagen wie viel ich trinken darf.


Ich ging und hinterm Rewe auf so ner Mauer machte ich mir dann n Bier auf und rauchte eine.Ich machte meine Kopfhörer rein undMusik an. Während ich mich mit meinem Handy beschäftigte rauchte ich immer mal eine und trank meine restlichen 3 Bier. Ne gute Stunde später holte ich mir dann im Rewe nochmal paar Bier und setzte mich dann wieder dort hin. 10 Minuten später liefHerr Sander an mir vorbei, mit ner Kippe in derHand.


Marlon: Alter, du rauchst?


Herr Sander: Hey Marlon, lange nicht gesehen.



Marlon: Ach komm, ich hab gesehen dass du ne Kippe in derHand hast. Ich bin zwar angetrunken, aber nicht blind.


Herr Sander: Okay, Erwischt!



Marlon: Is es so schlimm dass ich das weiß? Du weißt doch auch das ich rauche.


Herr Sander: Für mich nicht,aberFrau Mayer sollte das nicht erfahren.



Marlon: Das du rauchst?


Er setzte sich neben mich und ich hielt ihm n Bier hin.


Herr Sander: Ne danke ich will keins.



Marlon: Und was meintest du jetzt mitFrau Mayer?


Herr Sander: AlsoFrau Mayer weiß dass ich ab und zu mal eine rauche. Und sie meinte halt auch ich soll mich zusammenreißen wenn du anwesend bist und mich benehmen und schon gar nicht rauchen soll. Damit du nicht auf dummeGedanken kommst.



Marlon: Ich komme auch alleine auf dumme Ideen, also keine Sorge. Aber das mit dem rauchen verstehe ich nichtganz, ich rauch doch selber und das hab ich auch schon bevor ich auf der Schule war.


Herr Sander:Ich glaube, davon weiß sie nichts. Wann hast du angefangen?



Marlon: Das geht dich nichts an.


Herr Sander: Kein Problem, du musst mir das nicht sagen, wenn du nicht willst.



Marlon: Ok wenn du mir auch erzählst wann du angefangen hast.


Herr Sander: 16.



Marlon: Fuck 10!


Herr Sander: Du verarschst mich, oder?



Marlon: Nein, leider nicht. Ich hab meine erste mit 7 geraucht und mit 10 dann richtig angefangen.


Herr Sander: Scheiße, wie viel rauchst du so am Tag?



Marlon: Also ich hol mir aller 2-3 Tage neuen Tabak.


Herr Sander: Kumpel, wo bist du falsch abgebogen im Leben?



Marlon: Keine Ahnung, aber nicht nur einmal.


Herr Sander: Darf ich fragen warum du angefangen hast?


Marlon: Wenn du es für dich behalten kannst.


Er nickte und zündete sich gerade noch ne Zigarette an.


Marlon: Also als ich 10 war sind meine Elterneinfach abgehauen. Den einen Tag war noch alles fein und am nächsten sind sieeinfach nicht mehr da. Nur ein Zettel auf demstand, dass sie mit mir nicht mehr klarkommen und ich jetztallein mein Ding durchziehen muss. Irgendwann nach 3-4 Jahren, ich glaub da war ich dann 14, erhielt ich dann die Nachricht dass sie beide bei einem Autounfall irgendwo in der USA ums Leben gekommen sind.


Herr Sander: Das tut mir wirklich Leid. Warst du damals so schlimm?



Marlon: Ne, ich war früher ganzanders. In der Grundschule wurde ichimmer gemobbt und ab der 5. hab ich dann angefangen die Leute runterzumachen. Mittlerweile probier ich mich einfach von allen fernzuhalten um nicht auszurasten und die Kontrolle zu verlieren.


Herr Sander: Das hab ich schon gemerkt.

Herr Sander: Und wie viel trinkst du so am Tag?


Marlon: 5-6 Bier mindestens.


Herr Sander: Wo nimmst du die ganze Kohle her?


Marlon: Ich pass immer mal aufs Nachbarskind auf.


Herr Sander: Wann hast du so richtig mit trinken angefangen?


Marlon: Mit 11 hab ich immer mal n Bier getrunken, dass ist dann halt mir der Zeit immer mehr geworden und ich hab angefangen auch hartes Zeug zu trinken. Mit 12 hatte ich dann meine erste Alkoholvergiftung, mit 13 meine 2. Ab da an hab ich die Finger von dem Hochprozentigen Zeug gelassen und nur noch Bier getrunken. Mit 15 und 16 hatte ich dann jeweils nochmal ne Alkoholvergiftung und meine letzte war in den Sommerferien, letzte Ferienwoche.


Herr Sander: Also insgesamt 5?


Marlon: Jap.


Herr Sander: Also ich weiß gar nicht so richtig was ich sagen soll.


Marlon: Nicht schlimm, kann ich verstehen.


Herr Sander: Irgendwie verstehe ich warum du jetzt so bist wie du bist.


Marlon: Das ist ja nett, aber ich komm einfach langsam nicht mehr klar.


Herr Sander: Du musst das wieder in den Griff bekommen.


Marlon: Mir doch egal, wenn nicht hab ich mein Leben wenigstens dann hinter mir.


Herr Sander: Nimm die Hilfe von anderen an. Du bist kein schlechter Mensch und dumm bist du auch nicht und ich finde du hast es nicht verdient so zu Grunde zu gehen nur weil deine Eltern keinen Bock mehr auf dich hatten.


Marlon: Ich weiß gar nicht was ein normales Leben ist.


Herr Sander: Wir kriegen das wieder hin, du musst es nur wollen.


Marlon: Was soll mir das bringen, ich werd meinen Abschluss eh nicht schaffen.


Herr Sander: Warum solltest du den nicht schaffen?


Marlon: Weil ich ein Nichtsnutz bin, ich nix kann außer mich besaufen und scheiße bauen.


Herr Sander: Frau Majer hat mir vorhin von ihrem Unterricht erzählt und da kamst du eigentlich nicht so rüber als wärst du ein Nichtsnutz.


Marlon: Ja, Fuck! Ich hab mich einfach für nen Moment so gefühlt, als wäre alles noch ganz normal. Sonst muss ich immer damit leben, dass alle schon Angst haben mich aus versehen anzurempeln, weil ich sonst direkt ausrasten könnte.


Herr Sander: Seit wann kannst du denn so gut Mathe?


Marlon: Keine Ahnung. Ich hab im Unterricht nie mitgemacht. Ich hab hier an der Schule wahrscheinlich jetzt schon mehr gemacht, als im letzten Schuljahr insgesamt. An den anderen Schule wollte mich niemand haben, die haben also nur darauf gewartet dass ich flieg. Die haben mich nichtmal zurückgegrüßt, für die war ich einfach nur ne Behinderung.


Herr Sander: Ich finde so sollte man sich als Lehrer nicht benehmen, das sind einfach nur Leute die keine Probleme und Konflikte lösen können.


Marlon: Kann schon sein.


Herr Sander: Wie findest du es denn bis jetzt an der Schule?


Marlon: Viel besser, ich konnte mich noch nie so lange in Ruhe mit jemanden unterhalten ohne das wir uns am Ende dann geprügelt haben.


Herr Sander: Das kommt dann vielleicht noch.


Marlon: Auf keinen Fall, du bist viel zu nett als das ich dich schlagen könnte.


Herr Sander: Danke.


Marlon: Es hat sich schon so lange niemand mehr so nett um mich gekümmert und sich um mich Sorgen gemacht. Das Problem ist irgendwann verhaue ich es dann trotzdem, obwohl das nicht mal meine Absicht ist.


Herr Sander: Aber ich will dir helfen, dass es so am Ende nicht läuft.


Marlon: Ich weiß nicht so ganz. Was machst du eigentlich um die Uhrzeit noch hier?


Herr Sander: Ich hab was in der Schule liegen gelassen und wollte das noch holen. Was machst du noch hier?


Marlon: Trinken.


Herr Sander: Ich hoffe nicht zu viel. Wie geht es eigentlich deinem Kopf?


Ich schaute ihn fragend an.


Herr Sander: Wegen der Prügelei mit Aaron gestern.


Marlon: Ach so, geht schon. Bisschen Kopfschmerzen, aber ich komm schon klar.


Herr Sander: Du scheinst das gut wegzustecken.


Marlon: Jap. Ich mach jetzt glaube ich los.


Herr Sander: Dann sehen wir uns morgen?


Marlon: Ja, bis morgen. Und danke das du dir Zeitgenommen hast für mich.


Herr Sander: Kein Problem, du kannst immer zu mir kommen. Egal wegen was.


Diesmal lächelte ich als ich ging und er schien auch irgendwie glücklich. Zu Hause duschte ich erstmal und kochte mir danach Nudeln, denn mittlerweile war es schon 7. Den restlichen Abend schaute ich irgendwas an, machte noch den Abwasch und pennte dann gegen 10 ein. Am nächsten morgen wachte ich kurz vor sieben auf, machte mich schnell fertig und auf dem Weg zur Schule rauchte ich wie immer noch eine. 7:35 Uhr war ich dann im Zimmer.


Herr Sander: Nur 5 Minuten zu spät.


Marlon: Ja, mein Wecker hat nicht geklingelt.


Herr Sander: Hat er nicht geklingelt, weil du ihn nicht gestellt hast?


Marlon: So ungefähr.


Ich setzte mich hin. Der Stapel Bücher von gestern stand immer noch auf dem Tisch und ich stellte ihn kurzerhand einfach unter den Tisch. Gerade als Herr Sander seinen Unterricht begonnen hatte klopfte es an der Tür. Herr Sander schaute zu mir und bedeutete mir die Tür zu öffnen. Ich sprang in einem Zug über den Tisch und öffnete also die Tür.


Marlon: Die Damen.


Zwei Mädels kamen rein, ich schloss die Tür hinter ihnen wieder und sprang wieder über den Tisch um mich hinzusetzten.


Herr Sander: Lara und Malina, ihr kommt doch sonst nie zu spät.


Lara: Unser Bus ist nicht gekommen und dann hat uns zum Glück meine Mutti noch mitgenommen.


Herr Sander: Kann mal passieren.


Lara: Alter, der Marlon ist ja auch schon da.


Ich bekam schon wieder nix mehr mit, weil ich schlief.


Malina: Wie es scheint aber auch nur körperlich. Geistig ist er nicht ganz da.


Herr Sander: Schläft mein Kumpel schon wieder?


Lara: Kommt mir bisschen so vor.


Herr Sander: Mir auch. Ich kann den doch nicht schon wieder schlafen lassen.


Malina: Warum nicht?


Herr Sander: Die Schule ist nicht unbedingt der richtige Ort zum schlafen.


Lara: Er scheint das bisschen anders zu sehen.


Herr Sander: Ja, aber wir sollen ihn eigentlich zum mitmachen motivieren.


Malina: Schon, aber denken sie nicht, dass er nen guten Grund hat weswegen er immer schläft?


Herr Sander: Ich weiß den sogar, trotzdem hoffe ich das er sich durchringen kann bisschen mitzumachen. Hey Marlon, mach mal bitte die Augen wieder auf.


Er tippte mir an die Schulter und ich schreckte hoch.


Herr Sander: Sry, ich wollte dich nicht erschrecken.


Marlon: Nicht so schlimm.


Herr Sander: Geht es dir gut?


Marlon: Wie soll es mir gut gehen, weißt du nicht mehr was ich dir gestern erzählt hab?


Herr Sander: Doch das weiß ich noch, probier trotzdem bitte wach zu bleiben. Wir schreiben nämlich jetzt Merkstoff auf.


Marlon: Okay.


Ich kramte in meinem Rucksack nach nem Kuli und holte dann den Zettel unter meiner Bank raus. Ich schrieb alles ordentlich mit, was ich sonst noch nie gemacht hatte. Danach legte ich meinen Kopf wieder auf den Tisch.


Herr Sander: Marlon, du bist doch mein Mann. Würdest du mal jedem einen Zettel geben?


Marlon: Kann ich machen.


Ich nahm die Zettel und gab jedem einen. Dann setzte ich mich wieder hin und Herr Sander erklärte was wir jetzt machen sollten.


Herr Sander: Also ihr habt jetzt jeder einen Zettel bekommen und den sollt ihr zusammen mit einem Partner ausfüllen. Am Ende der Stunde sammel ich den ein und benote das.


Herr Sander war noch nichtmal fertig mit erklären als plötzlich jemand meinen Rucksack auf den Boden stellte und sich neben mich setzte.


Herr Sander: Lara hat anscheinend schon jemanden gefunden.


Marlon: Ich bin der Marlon.


Lara: Ich weiß, ich bin die Lara.


Marlon: Angenehm.


Herr Sander: Ok, widmet eure Aufmerksamkeit bitte nochmal kurz mir bevor ihr flirtet.


Alle lachten. Herr Sander erklärte noch den Rest und dann fingen wir an den Zettel auszufüllen. Ich kam mit Lara eigentlich ganz gut klar. Sie stellte ab und zu persönlich fragen, denen ich aber auswich, weil ich darüber nicht gerne rede. Das merkte sie dann aber schnell und wechselte dann das Thema. Herr Sander ging immer mal rum und fragte ob alles klar ist. Am Ende sammelte er die Zettel ein und wir hatten Pause.


Marlon: Lara, kannst du mir vielleicht sagen ob es hier ne Mensa oder so was gibt?


Lara: Ja, soll ich dir die zeigen? Ich will da eh gerade hin.


Marlon: Gerne.


Sie zeigte mir die Mensa und holte sich dann was zu essen bevor sie sich an einen Tisch setzte. Ich holte mir was zu trinken und ging dann nochmal raus auf den Hof. Dort setzte ich mich wieder auf ein Fensterbrett und beobachtete die anderen bis mich Herr Sander ansprach.


Herr Sander: Kumpel, alles klar bei dir?


Marlon: Ja, geht schon. Bei dir alles gut?


Herr Sander: Ja, danke der Nachfrage. Du hast gerade richtig gut mit Lara zusammen gearbeitet. Das freut mich richtig.


Marlon: Worüber?


Herr Sander: Na über dich du Nase.


Marlon: Oh, danke.


Herr Sander: Was hast du gestern noch so gemacht?


Marlon: Nicht mehr viel. Ich bin gegen 10 vorm Fernseher eingepennt.


Herr Sander: Ist doch auch mal ganz gut.


Marlon: Ja, aber manchmal brauch ich auch bisschen Aktion nach der Schule.


Herr Sander: Das kann schon sein, aber irgendwann macht das dein Körper halt nicht mer mit.


Marlon: Is mir schon klar. Bis jetzt geht es ja noch.


Herr Sander: Lass dir helfen. Von wem auch immer.


Marlon: Das kann ich nicht.


Herr Sander: Du musst deine Vergangenheit hinter die lassen und nach vorne schauen. Ich weiß das du stark bist und das schaffst.


Ich kam gerade einfach nicht mehr richtig klar, weshalb ich einfach wieder reinging. Ich lauf immer nur vor meinen Problemen we, so kann sich das nicht bessern. Ich ging hoch ins Zimmer und war so in Gedanken, dass ich fast Frau Majer umrannte.


Marlon: Tut mir Leid, ich war nicht ganz anwesend.


Frau Mayer: Nicht schlimm, ich hab auch nicht aufgepasst.


Marlon: Haben wir jetzt Mathe?


Frau Mayer: Ja, das hast du doch gestern richtig gerockt.


Marlon: Kann sein, nur danach war blöd. Manchmal denk ich einfach nicht nach.


Frau Mayer: Wir kriegen das schon wieder hin. Allerdings muss ich dich trotzdem dafür Nacharbeiten lassen.


Marlon: Dann ist das wohl so.


Frau Mayer: Heute 9. Stunde hast du Nacharbeit bei Herr Sander, wegen Montag. Morgen 9.-10. Stunde hast du bei mir, wegen dem schwänzen und betrunken wiederkommen.


Marlon: Hab ich verstanden. Hat ihnen der Herr Sander das erzählt?


Frau Mayer: Nein tatsächlich nicht. Lino ist gestern nach dem Unterricht zu mir gekommen und hat mir davon erzählt, als ich Herr Sander dazu gefragt hab, meinte er er hätte nix mitbekommen. Wer hat mir denn nun die Wahrheit erzählt?


Marlon: Diese Frage kann und möchte ich ihnen nicht beantworten. Fuck! Okay, Lino hat recht, aber bitte Herr Sander hat vielleicht wirklich nix bemerkt seien sie nicht so streng zu ihm. Er ist ein netter und verständnisvoller Mensch.


Frau Mayer: Ich weiß, ihr kommt gut miteinander klar, oder?


Marlon: Ja, er ist anders als die anderen Lehrer die ich bis jetzt hatte. Er kümmert sich um mich. Machen sie auch, aber mir ihnen hab ich nicht so viel zu tun wie mit ihm. Fuck! Das kam unhöflich rüber, tut mir Leid.


Frau Mayer: Ich verstehe was du mir sagen willst, schon okay.


Marlon: Ich kann mich einfach nicht richtig ausdrücken.


Frau Mayer: Nicht so schlimm. Tust du mir nen gefallen und wischst mal die Tafel ab?


Marlon: Ja, klar.


Während so langsam auch die anderen wieder ins Zimmer kamen wischte ich die Tafel und gerade als ich mich hingesetzte hatte sprach mich von hinten jemand an.


Lara: Marlon, wie gefällt es dir bis jetzt bei uns?


Marlon: Besser als an den anderen Schulen.


Malina: Darf ich fragen an wie vielen du schon warst?


Marlon: Seit der 5. ist das jetzt die 7. Schule. Ich bin übrigens der Marlon und du?


Malina: Malina. Was sagen deine Eltern dazu.


Marlon: Darüber rede ich nicht so gerne.


Malina: Is schon ok. Hast du haute nach der Schule schon was vor?


Marlon: Ne eigentlich nicht, warum?


Frau Mayer: So Leute der Unterricht hat begonnen, könntet ihr bitte eure Gespräche einstellen.


Malina: Erzähl ich dir dann.


Ich nickte und drehte mich nach vorne. Frau Majer schrieb gerade Buchseiten an die Tafel auf denen wir Aufgaben machen sollten. Ich schlug also mein Buch auf.


Frau Mayer: Ich hab euch hier jetzt Aufgaben aufgeschrieben die ihr bitte erledigen sollt. Ich komm rum und helfe denen die es noch nicht ganz verstanden haben.


Ich hatte keine leeren Zettel mehr. Na toll wo soll ich jetzt die Aufgaben hinschreiben. Vielleicht können mir ja die hübschen Mädels weiterhelfen.


Marlon: Habt ihr vielleicht mal n Blatt für mich?


Lara gab mir ein Zettel und als ich mich wieder umdrehen wollte hielt Malina mich am Arm fest.


Malina: Wegen heute Nachmittag. Wir wollten wissen ob du was für uns hast?


Lara: 5 für jeden.


Marlon: Ja, aber nicht bei.


Frau Mayer: Marlon, bist du schon fertig?


Marlon: Nein, ich hab nur nach nem Zettel gefragt, aber ich fang jetzt an.


Ich drehte mich nach vorne und bearbeitete die Aufgaben. Nach 60 Minuten war ich dann fertig und half einfach Lara und Malina. Frau Majer freute sich das ich mich so engagierte. In der Pause klärte ich dann nochmal alles mit den beiden Mädels. Danach ging ich wieder ins Zimmer und legte mich nochmal kurz hin. Die Lehrerin kam ins Zimmer und kurz darauf klingelte es dann auch schon. Sie sah sich im Zimmer um und ihr Blick blieb an mir hängen. Ich schlief allerdings schon wieder undbekam davon nix mit.

Frau Schindler: Die Schlafmütze ist neu in eurer Klasse oder?


Veronica: Ja, aber er ist ganz korrekt, glaub ich.


Frau Schindler: Kann man ihn wecken oder ist er dann auf dem Kriegspfad?


Lara: Eigentlich nicht. Er ist zwar nicht wie wir, aber er ist bis jetzt ruhig gewesen.


Frau Schindler: Okay. Hey aufstehen, der Unterricht geht los.


Marlon: Ich bin schon wach.


Frau Schindler: Du bist neu.


Marlon: Ja, ich bin der Marlon.


Frau Schindler: Ich bin die Frau Schindler.


Marlon: Angenehm.


Sie lächelte und ging wieder nach vorn um ihren Unterricht anzufangen. Ich träumte schon wieder rum und starrte aus dem Fenster. Als sie mich antippte schreckte ich hoch.


Frau Schindler: Träumerle, ich wollte dich nicht erschrecken, aber würdest du das Zeug von der Tafel notieren.


Marlon: Jap, ich bin wieder anwesend.


Ich schrieb alles ab und legte das Blatt dann wieder unter die Bank.


Frau Schindler: Marlon, du hast alles abgeschrieben, oder?


Marlon: Ja, warum?


Frau Schindler: Ich hab gehört du teilst gerne Zettel aus.


Marlon: Ja, kann ich machen.


Frau Schindler: Na dann.


Sie hielt mir die Zettel hin und ich verteilte sie. Als ich dann wieder auf meinem Platz saß, holte ich mein Buch raus und versuchte mich auf den Unterricht zu konzentrieren. Wir füllten das Blatt aus und schrieben nochmal was auf und dann war auch schon wieder Pause. Ich warf meinen Stift in den Rucksack und ging aus dem Zimmer. Ich ging hinten aus der Schule raus, denn ich musste langsam echt mal eine rauchen, sonst komm ich nicht mehr klar. Ich setzte mich auf ne Mauer und drehte mir ne Kippe. Kurz bevor der Unterricht weiterging ging ich wieder hoch ins Zimmer. Ich kam dann gerade noch rechtzeitig zum Unterricht und setzte mich an meinen Platz.


Herr Nolting: Du bist neu, oder?


Marlon: Ja, Marlon.


Herr Nolting: Herr Nolting, schön dich kennenzulernen.


Langsam merkte ich wie meine Geduld immer mehr nachlässt. Ich will einfach nur hier raus. Ich kann mich nicht mehr konzentrieren deshalb legte ich mich einfach wieder hin um ne Runde zu penn. Irgendwann wurde ich von jemanden geweckt.


Herr Sander: Kumpel, aufstehen der Unterricht ist vorbei. Alles klar bei dir?


Marlon: Ich bin komplett fertig. Ich will einfach nur weiterschlafen.


Herr Sander: Du warst super heute. Alle haben sich über dich gefreut, weil sie das gar nicht so von dir erwartet hätten.


Marlon: Das ist einfach zu viel für mich.


Herr Sander: Das wird schon noch. Sowas geht nicht von jetzt auf gleich.


Marlon: Trotzdem hätte ich es besser machen können heute.


Herr Sander: Marlon schau mich an, du hast heute alles gegeben und das finde ich wirklich erstaunlich. Komm wir gehen erstmal eine rauchen.


Marlon: Ok, aber ist das nicht verboten.


Herr Sander: Ja, aber ich geh trotzdem, also kommst du mit?


Marlon: Immer, bei sowas kann ich doch gar nicht nein sagen.


Wir gingen eine rauchen und meine Nacharbeit verging dann auch relativ schnell.Danach rauchte ich an der Bushalte vor der Schule noch eine und schrieb Lara, dass ich in ner halben Stunde Zeit hätte. Dann machte ich mich auf den Weg nach Hause. Dort angekommen aß ich schnell was und machte dann auch schon wieder los. Ich wollte mich mit den beiden an der Treppe hinterm Rewe treffen, also setzte ich mich dort hin und während ich wartete rauchte ich eine. 2 Minuten später setzten sie sich dann auch schon neben mich.


Lara: Hey, hast du vielleicht auch mal ne Kippe für mich?


Marlon: Ja klar, du kannst dir eine drehen.


Ich gab ihr mein Zeug und wir unterhielten uns kurz während sie sich eine drehte. Dann gab ich jedem ein Tütchen sie drückten mir Geld in die Hand bevor sie wieder losmachten. Ein bisschen überfordert bin ich schon wenn ich alleine mit denen bin, weil die s viel reden, aber sonst sind die ganz cool. Ich ging mir 2 Bier holen, mal sehen ob damit heute hinkomme. Dann setzte ich mich wieder auf die Treppe und rauchte noch eine während ich die erste Dose aufmachte. Diese war nach 30 Minuten dann auch schon leer und die zweite Dose nahm ich mit nach Hause und trank sie während ich ne Folge von meiner Serie schaute. Danach pennte ich ein und so war auch der Tag wieder vorbei. Am nächsten morgen wurde ich dann von dem klingeln an der Tür wach. Ich ging also und öffnete.


Polizistin: Lange nicht mehr gesehen.


Marlon: Morgen, ich hatte mein Leben wenigstens kurz etwas unter Kontrolle.


Polizistin: Ich hoffe das hast du ab morgen dann wieder, ich hab mich eigentlich über dich gefreut.


Marlon: Mal sehen.


Ich machte mich fertig, die Polizei brachte mich zur Schule und lieferte mich am Lehrerzimmer bei Frau Majer ab. Die brachte mich dann zu Sporthalle und Herr Sander freute sich mich doch noch zu sehen. Ich machte dann noch bisschen Sport mit und in der Pause ging ich mir in der Mensa noch schnell was zu essen holen bevor ich hoch ins Zimmer ging. Herr Sander stand schon vorne und packte gerade sein Zeug aus, sonst war niemand da.


Herr Sander: Kumpel, wie geht's?


Marlon: Okay, denke ich. Bei dir auch alles klar?


Herr Sander: Wenn ich sehe das du in der Schule bist auf jeden fall. Blödsinn gemacht gestern?


Marlon: Wenn ich ehrlich bin schon.


Herr Sander: Alkohol?


Marlon: 2 Bier, weniger als sonst, das meinte ich aber nicht. Aber is auch egal.


Herr Sander: Schon ok.


Ich setzte mich auf meinen Platz und nach und nach kamen die anderen auch ins Zimmer. Es klingelte und Herr Sander begann, er teilte als erstes die Zettel von letzter Stunde aus.


Herr Sander: Kumpel, is gar nicht schlecht, ich würde mich freuen wenn du nächstes mal noch deinen Namen drauf schreiben könntest, dass ich auch weiß wem ich die gute Note eintragen muss.


Marlon: Ich hab ne 2?


Herr Sander: Ja, hab ich mich sehr gefreut.


Für einen Moment freute ich mich auch, es ist lange her, dass ich sowas nicht einfach als leeren Zettel angegeben hab. Herr Sander sah das ich mich freute und lächelte mir zu. Die Stunde verging wie im Flug und in der Pause ging ich raus auf dem Hof und setzte mich aufs Fensterbrett um die anderen zu beobachten. Zwischendurch bedankte sich Lara nochmal bei mir wegen gestern und der Note. 5 Minuten bevor der Unterricht weiterging ging ich wieder rein und hoch ins Zimmer. Wir hatten jetzt Mathe und Frau Majer war auch schon im Zimmer. Die Stunde verlief genau we die anderen ohne weitere Vorfälle oder Besonderheiten. In der Pause ging ich denn in der Mensa was essen und danach kam ich auch noch zu spät zu Chemie.


Herr Bauer: Hey, dich kenn ich noch gar nicht. Du bist bestimmt der Marlon.


Marlon: Ja, ich glaube ich bin bisschen zu spät.


Herr Bauer: Nicht so schlimm, setz dich ruhig hier hin.


Er zeigte auf den Platz ganz vorne an der Wand. Warum denn immer ganz vorne?


Marlon: Muss ich unbedingt vorne sitzen?


Herr Bauer: Ja, aber keine Sorge ich bin ganz nett.


Ich setzte mich hin und Herr Bauer schrieb Merkstoff an die Tafel, den ich dann aufschrieb. Neben mir stand mein Rucksack und daneben saß ein Typ mit blonden Haaren, der zu mir rüber schaute.


Marlon: Hast du n Problem?


Lino: Was schreibst du für komische Sachen auf?


Marlon: Ich schreib das Zeug von der Tafel auf.


Lino: Was für ein Vollidiot bist du denn?


Herr Bauer: Habt ihr ein Problem?


Marlon: Ja, er nennt mich Vollidiot.


Lino: Ja schauen sie doch mal was er da für ne scheiße schreibt. Als hätte er schon wieder getrunken.


Ich stand einfach auf und ging aus dem Zimmer. Ich setzte mich gegenüber vom Zimmer an die Wand und musste mich erstmal wieder beruhigen und klar kommen. Kurz darauf kam Herr Bauer aus dem Zimmer und kniete sich vor mich.


Herr Bauer: Ist alles klar bei dir?


Marlon: Keine Ahnung. Ich musste erstmal wieder runterkommen, ich hätte ihm sonst eine gelangt.


Herr Bauer: Schon ok, deine Notizen sehen aber wirklich etwas wirr aus.


Marlon: Dafür kann ich aber nix. Frag Herr Sander, der kann dir das alles erklären.


Herr Bauer: Aber dir geht es soweit gut, oder?


Marlon: Ja. Der Typ muss mich doch nicht gleich beleidigen. Er weiß doch gar nicht was bei mir so abgeht und er kann von Glück reden das ich mich jetzt so im Griff hatte.


Herr Bauer: Lino ist manchmal einfach ein Arschloch, das muss ich jetzt mal so sagen. Ich hab ihn jetzt von dir weg gesetzt.


Marlon: Danke.


Wir gingen wieder ins Zimmer und ich setzte mich hin. Lino saß jetzt auf der anderen Seite am Fenster und auf seinem Platz saß ein Mädchen.


Marlon: Hey, darf ich fragen wie du heißt?


Evelyn: Evelyn, aber sag ruhig Ev.


Marlon: Okay, ich bin der Marlon, aber ich hab keinen richtigen Spitznamen außer Schlafmütze, Träumerle oder Nichtsnutz. Sag dir einfach as aus was dir am meisten zusagt.


Evelyn: Okay, dann nenn ich dich Marlon.


Ich lächelte sie kurz an bis Herr Bauer uns dann unterbrach weil er seinen Unterricht weitermachen wollte.


Lino: Ich möchte dazu auch mal noch was sagen. Ich finde zu dir passt am besten Nichtsnutz oder Hohlbirne oder so was.


Herr Bauer: Lino, noch so ein Kommentar und du verbringst die restliche Stunde auf dem Gang.


Lino: Ist doch so. Haben sie nicht die gleiche Meinung über ihn? Außerdem ...


Herr Bauer: Es reicht! Raus! Aber ganz schnell!


Lino: Warum soll ich denn jetzt gehen, soll er sich doch verpissen. Den will eh niemand hier haben.


Marlon: Ich versteh schon, vielleicht sollte ich wirklich einfach gehen.


Ich nahm mein ganzes Zeug und ging wortlos aus dem Zimmer. Herr Bauer kam mir hinterher und redete auf mich ein, aber ich hörte nicht zu. Ich bin ein Nichtsnutz, mich will niemand in seiner Nähe. Ich ging in den Keller und setzte mich an meinen Spind. Ich starrte traurig zu Boden hoffte einfach dass alles vorbeigeht. Auf einmal setzte sich jemand neben mich. Ich sah hoch und stellte fest das es nicht Herr Bauer war, sondern Herr Sander. Ich glaube er ist einer der wenigen Menschen denen ich vertrauen kann. Er nahm mich einfach wortlos in den Arm und ich merkte wie mir eine Träne die Wange runterlief.


Herr Sander: Alles gut, du bist kein Nichtsnutz oder so. Im Gegensatz, du bist ein toller und starker Mensch. Du musstest so viel in deinem Leben durchstehen, obwohl du das gar nicht verdient hast, dass hat dich halt bisschen runtergezogen. Aber wir kriegen das wieder hin, da bin ich mir sicher.


Marlon: Wie denn? Lino hat schon recht, niemand ist freiwillig in meiner Nähe.


Herr Sander: Das stimmt nicht. Ich bin froh das du mir so vertraust und das ich gerade hier bin mit dir und du mich nicht abweist.


Ich nickte einfach nur und schloss kurz meine Augen. Wir saßen dann bestimmt noch 20 Minuten einfach nur nebeneinander, bis Frau Majer kam um zu schauen ob bei uns alles gut ist.


Frau Mayer: Ist alles klar bei euch?


Herr Sander: Ja, er hat nur bisschen guten Zuspruch gebraucht. Lino hat gepöbelt und ihn vor allen schlecht gemacht.


Frau Mayer: Ich werd Lino dazu auch nochmal belehren. Marlon kannst du mich mal bitte anschauen.


Ich sah hoch und als sie sah wie gebrochen und leer mein Blick wirkte, war sie erschrocken.


Frau Mayer: Ich bereue es nicht dich an meiner Schule aufgenommen zu haben, weil du ein sehr Liebenswerter Mensch bist. Und wenn Lino das anders sieht dann liegt er damit falsch. Er wird auf jeden Fall nochmal was von mir zu hören bekommen. Du solltest dich vielleicht mal ne Runde ausruhen, du siehst nämlich komplett fertig aus. Wenn du willst kann ich deine Nacharbeit auch auf Montag verschieben.


Marlon: Ne, ich glaub ich hab mich wieder gefangen. Ich mach die heute schon.


Frau Mayer: Ok, es ist jetzt erstmal Pause und danach im Zimmer 10.


Ich nickte und Herr Sander reichte mir seine Hand um mir aufzuhelfen. Ich nahm seine Hilfe dankend an und ging dann raus auf den Hof. Frau Schindler hatte Aufsicht und als ich mich aufs Fensterbrett gesetzt hatte, kam sie zu mir rüber.


Frau Schindler: Na, alles klar bei dir?


Marlon: Ne, aber nicht so wichtig. Hast du jetzt noch Unterricht?


Frau Schindler: Ja, eine Stunde. Und warum bist du noch hier?


Marlon: Nacharbeit.


Frau Schindler: Darf ich fragen wegen was?


Marlon: Ich war am Dienstag leicht angetrunken in der Schule und hab zwischendurch 6 Stunden gefehlt.


Frau Schindler: Nicht so empfehlenswert.


Marlon: Ich weiß. War auch eher ein Ausrutscher. Ich will so nen Mist eigentlich nicht mehr machen, aber manchmal schaff ich es halt doch nicht.


Frau Schindler: Aber das bekommst du auch noch hin. Ich glaub an dich.


Marlon: Danke. Ich geh erstmal wieder rein, schönen Nachmittag ihnen noch.


Frau Schindler: Dir auch.


Ich ging also wieder rein und hoch ins Zimmer. Dort legte ich schonmal meinen Rucksack auf meinen Platz und ging dann nochmal schnell auf Toilette. Gerade als es klingelte kam ich wieder ins Zimmer und 2 Minuten später kam Frau Majer dann auch. Sie erklärte mir was ich machen muss. Als ich dann alles erledigt hatte konnte ich nach 2 Stunden gehen. Ich holte mir erstmal 2 Dosen Bier. Zu Hause drehte ich mir nen Dübel und ging dann wieder raus, auf die Treppe hinterm Rewe. Ich rauchte meinen Joint und währenddessen tippte ich auf meinem Handy rum. Ein paar Stunden später, so gegen 8 wollte ich mich dann an die Bushalte vor der Schule setzten, weil es anfing mit regnen. Ich lief also hinter der Schule lang und Herr Sander in die Arme.


Marlon: Was machst du denn noch hier?


Herr Sander: Ich hab mich vorhin nochmal hingelegt und bin eingepennt. Und du hast die Zeit anscheinend anders genutzt.


Marlon: Ich war einkaufen vorhin.


Herr Sander: Und hast danach einen geraucht.

21 Septembre 2022 20:03:05 0 Rapport Incorporer Suivre l’histoire
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