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Akira

Akira ist ein Charakter, der vor der Fertigstellung meines ersten Buches "Hade lo zolega" einen großen Wandel durchgemacht hat. Als Bellamy war er in der Welt der Menschen ein Geschäftsmann, der zwar ein Herz für einen seiner Mitarbeiter zeigte, aber ansonsten eher gelangweilt und kaltherzig ein beinahe perfektes Leben führen konnte, mit dem er dennoch nicht zufrieden war.

Ich war auch nicht mit ihm zufrieden.

Also entschied ich mich einen komplett anderen Weg einzuschlagen. Mein Protagonist wurde zu Sam. Sam war ebenso erfolgreich wie Bellamy, doch war er weniger gelangweilt und traf sich regelmäßig mit anderen Menschen. Er war geselliger und sogar etwas lustig.

Aber auch das war nicht das Richtige. Ein geselliger Charakter, der in der Welt der Menschen Verbindungen hat, die er nicht

May 13, 2022, midnight 0 Report Embed 0
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Der Beginn

Alles hat einen Anfang und so auch die bis heute andauernde Entstehung meines Universums. 2013 habe ich mit meiner Ausbildung begonnen und in meinem zweiten Lehrjahr kaufte ich mir eine DIN A5 Kladde, die ich in beinahe jeder Unterrichtssunde auf meinem Tisch liegen hatte. Ich muss dazu sagen, dass ich mich deutlich besser auf den Unterricht konzentrieren konnte, wenn ich gleichzeitig gemalt oder geschrieben habe. Kleinere Geschichten habe ich bereits seit der Schulzeit geschrieben, doch beendet habe ich sie nie.

Zu Zeiten meines zweiten Lehrjahres dachte ich mir also, dass es auch dieses Mal so sein würde. Doch der Weg ist das Ziel und ich konnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Im Unterricht viel es mir leichter, aufzupassen und ich hatte eine Menge Spaß beim Schreiben.

Aus einer Kladde wurden drei. Der Protagonist der Geschichte: Bellamy. Dann begann ich, meine handschriftlichen Aufzeichnungen auf den PC zu übertragen, doch die Motivation verließ mich. Irgendwie war das, was ich geschrieben hatte einfach nicht zufriedenstellend. Es war langatmig und hatte absolut keinen Spannungsbogen.

Doch ich mochte meine Ideen und mir war bewusst, dass ich sie einfach nicht gut umgesetzt hatte. Also überarbeitete ich alles und arbeitete auf ein Ende zu, das ich bereits kannte. Dabei stand für mich fest: "Und das wird mein letzter Satz!".

Ich überarbeitete es also und änderte den Namen meines Hauptcharakters auf Sam. Mittlerweile hatte ich mein Studium angefangen und zwei Kommilitoninnen taten mir den Gefallen und lasen sich mein Werk durch, während ich noch immer am Schreiben war. Doch bevor ich zu einem Ende kam belegte ich einen Kurs mit dem Namen: "Kreatives Schreiben". Gleich zwei Mal ließ ich mich von der Dozentin anleiten.

Das gemeinsame Schreiben einer Kurzgeschichte interessierte mich, doch nur als Methode für meinen zukünftigen Beruf. Das Verfassen einer eigenen Kurzgeschichte interessierte mich persönlich sehr. Wir ließen uns inspirieren durch Gemälde oder andere bereits alte oder selbst fotografierte Bilder. Im Unterricht lernten wir alles Mögliche über Stilmittel und wir besprachen, was wir bereits geschrieben hatten. Zuhause schrieben wir fleißig an unseren Geschichten. Dabei sind wirklich sehr gute Werke entstanden. Die besten von ihnen wurden in einem Sammelband veröffentlicht. So auch meine Kurzgeschichte "Was danach geschieht".

Dieser Erfolg motivierte mich und ich setzte mich erneut daran, ein Ende für mein Buch zu finden. Ich hatte nun die Bestätigung: Ich kann das!

Doch erneut habe ich mein Werk einige Monate unberührt gelassen. Fehlt die Motivation, dann fehlen die Ideen. Und andersherum genau so.

Endlich hatte ich mein Studium beinahe beendet. Mir fehlten nur noch ein Semester, in dem ich einen Französischkurs online belegen (immerhin hatten wir mittlerweile Corona) und meine Bachelorarbeit schreiben musste.

Das wissenschaftliche Schreiben gefällt mir, ohne Frage. Ich hatte sehr viel Spaß an meiner Bachelorarbeit (die ich übrigens auch mehrfach von vorne begonnen habe, da mir die Formulierungen nicht gefallen haben). Aber mir fehlte die Kreativität. Also überarbeitete ich jedes Kapitel mit Sorgfalt ein weiteres Mal. Außerdem änderte ich den Namen des Protagonisten. Er hieß nun Akira.

Nun war es meine Mitbewohnerin, die mein Buch überlas und sie verlangte immer mehr. Also setzte ich mich hin. Ich schrieb neben meiner Bachelorarbeit ein Kapitel nach dem anderen und überarbeitete es danach ein weiteres Mal, da meine Mitbewohnerin mir ihre Eindrücke mitteilte. Und innerhalb von etwas mehr als drei Monaten hatte ich en vollständiges Buch geschrieben. Mit einem Anfang und einem Ende.

Daran sieht man mal, dass man mit der richtigen Motivation alles schaffen kann. Auch ein Buch beenden, an dem man 6,5 Jahre geschrieben hat.

Ich liebe, was ich erschaffen habe und ich habe so viele weitere Ideen, die ich gerne umsetzen möchte. Meine Charaktere haben alle ein Eigenleben bekommen und ich bin sehr gespannt, wie sie sich und ihre Welten weiterentwickeln werden.


Ich hoffe, dass auch ihr es schaffe könnt, die richtige Motivation zu finden, um eure Traumprojekte umzusetzen. Aber denkt immer daran: Der Weg ist das Ziel, also habt Spaß und genießt es!


Eure Kathi


April 13, 2022, midnight 0 Report Embed 0
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