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Larissa Wite


Es ist meine erste Geschichte, ich bin dabei ein Buch daraus zu schreiben und würde mich daher um ehrliches Feedback freuen!


Kurzgeschichten Alles öffentlich.

#Schnee #fantasie #Kurzgeschichte #aufregend #unbekannt
Kurzgeschichte
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30 ABRUFE
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Wer ist es?

Mir war kalt, so kalt. Meine Augen brannten, der Schnee durchdrang meine lumpigen Kleider. Die Sonne sollte in ein paar Stunden untergehen, entweder ich würde noch aus diesem Labyrinth der Bäume herausfinden oder mein Vater würde meine Leiche finden, wenn er mich in drei tagen sucht. so war es ausgemacht. Mit jeder Sekunde die verging wurde ich unruhiger, schon vor langer Zeit hatte ich aufgegeben, meine Spuren im Schnee zu verwischen, diese Kraft hatte ich nicht mehr. Auch mein Bauch stach mir in die Rippen, ich war zwar gewohnt, keine Nahrung zu bekommen, um jedes Korn zu kämpfen zu müssen, aber diese Bewegung, die mir keine Energie brachte nahm auch mir die Luft weg. Ich kam langsam voran, zu langsam. Der Waldrand müsste schon nah sein, wenn ich eine Chance aufs überleben wollte.

Die Dunkelheit rückte immer näher, ich konnte die Wölfe schon hören, ihr heulen, ihre Pfoten, welche unvorsichtig über den Boden stolperten, sie mussten nicht leise sein, sie wurden nicht gejagt. sie waren die Jäger. Ich brauchte viel Kraft, schneller voran zu kommen doch er genügte nicht, die Wölfe waren schon zu nahe um ihnen zu entkommen. Eine Möglichkeit war ein Baum, ich konnte hochklettern und auf den morgen warten aber meine Kraft würde nicht reichen, wenn doch würde ich nicht oben bleiben können, wie ein Apfel fiele ich von dem Baum, dann wäre ich echte Beute. Meine Gedankten schweiften immer wieder zu Mika, was würde aus ihm werden wenn ich sterben würde? Ich entschloss mich immer wieder, nicht daran zu denken, ständig wischte ich das Bild von meinen Augen, ich sah den toten Vater, Mikas Leiche ausgedorrt, verhungert und Mager. so wie ich. Schon als ich die Hoffnung aufgeben wollte, als ich mich fallen und fressen lassen wollte erschien das Bild von meiner Familie vor meinen Augen, wie sie früher einmal gewesen war, mit einem Vater, einer Mutter und einem Bruder. Alle wohl genährt. Doch jedes Mal, beim Anblick dieses Bildes dachte ich daran, wie Meine Mutter ermordet wurde, wie Mein Vater in eine Depression glitt und wie ich die Familie ernähren musste. Seit dem Tag waren unsere Bäuche nicht Mehr voll, unsere Gesichter nicht mehr zu einem Lächeln verzogen und unsere Betten niemals warm gewesen.

Mit zusammengekniffenen Händen, mit vor Kälte zitternden Knien und mit gefrorenen Füßen stellte ich mich hin, setzte einen Fuß vor den anderen und versuchte vorwärts zu kommen, Hauptsache hier weg, Hauptsache nicht aufgeben. Ob es nun wirklich Glück, Schicksal oder etwas anderes war, schaffte ich es eine halbe Stunde ohne gefressen zu werden, irgendetwas schien die Wölfe zurück zu halten, irgendetwas schien sie zu stoppen. Nach weiteren Minuten, vielleicht Sunden ließen auch die Kräfte nach, welch das Bild meiner einst so Glücklichen Familie mir gebracht hatte. Wie in Zeitlupe ließ ich mich auf den Boden sinken, verschlungen in meine Arme und der Letzte Halt um zu überleben sickerte davon. Es hieß immer ,die Hoffnung stirb zuletzt´ doch nun war meine Hoffnung am Ende, so wie ich. Ob sie nach Minuten oder Stunden kam, jedenfalls stand die Gestalt vor mir, um ihren Schultern hing ein Pelz, worum ich sie sehr beneidete. Der Baumstamm stach mir in den mageren Rücken, der Schnee unter mir ließ mich meine Beine nicht mehr spüren. Die Gestalt kam mir wie ein Engel vor, welcher mit dem Schnee vom Himmel kam um mich zu holen. Die Figur, der Retter, der Erlöser packte mich an der Schulter, zog daran, schob mich zum Baum hin so dass mir der Rücken aufriss. Nun konnte ich sie unter den Schmerzen besser erkennen und mir wurde klar, es war kein Engel.



Bitte schreibt mir Feedback, ob ich das schreiben drauf habe, ich fange an und brauche eine ehrliche Meinung!

28. Mai 2022 21:23:39 0 Bericht Einbetten Follow einer Story
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Fortsetzung folgt…

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