Kurzgeschichte
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Edo Mare To

"Bitte. Ich habe solche Schmerzen" ächzt der verwundete Soldat im feuchten Gras des Schlachtfeldes. "Erlöse mich bitte".


Meine Existenz offenbart sich nur in ihren letzten Augenblicken. Wenn die Augen verblassen und der Körper versteift. Einige halten mich für einen Engel der Erlösung und Frieden bringt. Andere für einen Sensenmann, der den Weg in die Hölle bereitet. Sowohl Gut als auch böse. Sowohl richtend, als auch befreiend.


"Werde ich meine Frau und mein Kind wiedersehen?" hauchte der gebrochene Mann in seiner verdreckten Uniform ein letztes Mal über seine trockenen Lippen.

"Den Himmel gibt es nicht". "Menschen" höhne ich.

Während das Licht in seinen Augen erlischt, blicke ich in das Massaker das die Armeen verursachen. Zerstörte Maschinen, Feuer das hellauf lodert und Seelen die wandern.

"Ich rieche Angst, Verzweiflung und Trauer" lamentiere ich, denn die Aromen, nachdem die Menschen in ihren dunkelsten Stunden duften, machen mich krank.

"Es sind genug" predige ich und fange an zu levitieren.

"Ano rela tiona e timenus" melodiere ich wie eine Hymne.

Meine Arme sind ausgebreitet und meiner Selbst scheint so hell wie die Erdensonne.

"Magod e end" schließe ich mein Mantra ab und läute die Reinigung des Planeten Erde ein.

1. April 2022 18:41:10 0 Bericht Einbetten Follow einer Story
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Fortsetzung folgt…

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